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| Imkerei > Blühende Landschaft | |
Blühende Landschaft für HonigbienenDie allgemeine Intensivierung und Rationalisierung der Landwirtschaft und die damit einhergehende Ausräumung und Monotonisierung der Landschaft hat in vielen Landstrichen zu einer drastischen Verarmung der Bienenflora geführt. Zahlreiche Ackerblumen und Heckensträucher sind bereits aus der Feldflur verschwunden und selbst die für Bienen ebenfalls wichtigen Weidekulturen werden heute schon bei aufgehenden Kleeblüten geschnitten, da die Blüten der Pflanze sonst zu viel Nährstoffe entziehen. Ferner findet die Heuernte nicht mehr Mitte Juni, sondern in der Regel bereits Mitte Mai statt, so daß ein erheblicher Teil der früheren Trachtpflanzen überhaupt nicht mehr zum Blühen kommt. Die gezielte Anpflanzung guter Nektar- und Pollenspender wird damit zu einer vordringlichen Notwendigkeit, die nicht nur Imkern, sondern eigentlich jedem Naturfreund am Herzen liegen sollte, lassen sich doch ergiebige Bienenweiden nahezu an jedem Ort anlegen. An erster Stelle seien hier die Gärten genannt, da sie die für die Entwicklung und Erstarkung der Völker so wichtige Frühjahrs- und Herbstpollentracht liefern:
Beispiele für Bienenweide-MischungenDie Tübinger Mischung ist eine einjährige Brache-Bienenweide, die bis zu 40% Phacelia und 25% Buchweizen enthält. In geringen Teilen sind noch beigemengt: Gelbsenf, Koriander, Ringelblume, Schwarzkümmel, Ölrettich, Kornblume, Malven, Dill und Borretsch. Die Aussaat erfolgt Anfang bis Mitte Mai und ergibt eine gestaffelte Blüte von Juni bis Mitte Oktober. Als Zwischenfrucht oder zur schnellen Begrünung kann bis August ausgesät werden (Saatgutmenge: 10 kg/ha). Speziell für leichte Böden wurde die Brandenburger Mischung entwickelt. Sie enthält acht einjährige Blütenpflanzen:
Die Aussaat sollte Ende April/Anfang Mai mit 7-8 kg/ha erfolgen. Für die Einsaat in mindestens zwei oder drei Jahre lang brachliegende Äcker hat sich auch die folgende Trachtpflanzenarten-Mischung bewährt:
Die verbleibenden 4% verteilen sich auf folgende Stauden und Kräuter: Kronwicke, Zottelwicke, Echtes Leinkraut, Hornklee, Luzerne, Wiesenflockenblume, Klatschmohn, Kornblumen. Bienen- und VogelgehölzeOhne die ebenso intensive wie vielseitige Bestäubungsarbeit der Bienen würde auch der Ertrag der beeren- und früchteliefernden Gehölzpflanzen gering ausfallen: Vogelkirschen, Schlehen, Ebereschen, Mehlbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Hagebutten u.a. stellen eine dominierende oder ergänzende Futterquelle für über fünf Dutzend Vogelarten dar. Sie sorgen zugleich für die Verbreitung der schmackhaft verpackten Samen dieser Gehölze. Von dieser "gärtnerischen" Aktivität profitieren nicht nur die Vögel selbst (Sicherung künftiger Nahrungsquellen und Nistplätze), sondern auch die Bienen und andere Insekten: Bienen sammeln Pollen und Nektar, bestäuben Blütengehölze und verbessern den Fruchtansatz <-> Vögel verzehren Früchte und Samen, verbreiten Blütengehölze und verbessern die Bienenweide. Fruchtfressende Vogelarten an einheimischen Gehölzen
(Weitere Informationen finden Sie auch unter "Blühende Landschaft für Hummeln", Blühende Landschaft für Wildbienen", "Ein Garten für Schmetterlinge" u.a.) mit freundlicher Genehmigung von Helmut Hintermeier Netzwerk Blühende Landschaft – Juni 2006 |
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Bienenzuchtverein Asbach und Umgegend |
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