Bienenzuchtverein Asbach
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Kinderprojektwoche vom 5.–8. Oktober 2009

Da kamen Siegfried Lück und seine Frau Marie-Luise doch ins Schwitzen: 160 Kinder aus den Kindergärten und Grundschulen der Ortsgemeinde Asbach nahmen gemeinsam mit Lehrern, Erziehern und einigen Eltern an der Kinderprojektwoche vom 5.–8. Oktober 2009 der Grundschule am Frankenwall teil.

Gemeinsam mit dem ANUAL e.V. (Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz im Asbacher Land) gestalteten die engagierten Lehrer und Erzieher vier volle Tage, an denen die Kinder mehr über die Natur lernen sollten. Um das Ganze kindgerecht zu machen, wurden daraus die „Natur-Erlebnistage“. Es war spannend: die Kinder wurden in 10er Gruppen aufgeteilt und durchliefen dann mit ihren erwachsenen Begleitern in drei großen Themenbereichen jeweils fünf Stationen. Das Oberthema war „Alles über den Baum“ und darunter wurden die Bereiche „Streuobstwiese“ im Dorfgemeinschaftshaus Hinterplag und „Mit allen Sinnen“ im Haus der Natur am Pfaffenbach vorgestellt.

Auf der „Streuobstwiese“ wurde die Obstvielfalt mit ihren Arten, Größen, Formen, Farben, Geschmäckern erläutert – und gegessen. Anschließend ging es um den Apfelsaft. Wie wird der hergestellt? Natürlich wurde auch davon reichlich probiert. Bei Station 3 erzählte der Förster über die Tiere auf einer Streuobstwiese und er konnte auch Präparate von Hase, Fuchs, Igel, Specht und Dachs zeigen. Es ging weiter mit Fledermäusen, Hummeln, Wespen, Schmetterlingen und Kleintieren.

Und dann kam der 1. Vorsitzende des Imkervereins Asbach und Umgegend zu Wort. Denn jetzt ging es um die Bienen. Siegfried Lück hatte viel von seinem Anschauungsmaterial aufgeboten, um den Kindern und Erwachsenen die Welt der Bienen nahezubringen: eine Fotobeute (das sind Zargen mit täuschend echten Großfotos, die den Eindruck erzeugen, als schaue man sich die bevölkerten Waben direkt an), je ein nicht mehr bewohntes Hornissen- und Wespennest und – als besondere Attraktion für Groß und Klein – ein Bienenschaukasten mit einer grün gezeichneten Königin und vielen herumwuselnden Bienen. Selbstverständlich gehörten auch ein Entdeckelungsgeschirr mit einer verdeckelten vollen Honigwabe und eine Honigschleuder dazu. Dass es  jede Menge Info- und Malmaterial gab, ist klar. Auch die speziellen Broschüren für Kinder „Die Bienen- und Honigforscher“ und „Bienen, eine Wunderwelt“ wurden verteilt. Nach so viel neuem Wissen gab es dann erst einmal eine süße Aufmunterung in Form von Honig mit und ohne Brot.

„Mit allen Sinnen“ erkundeten die Kinder die verschiedenen Baumarten, ihre Früchte, die Blätter und Rinde durch sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Weiter ging es mit den kleinen Tieren auf und in dem Waldboden (Ameisen, Käfer…) und den Pilzen.

Am 8. Oktober stellte jede Kindergruppe im Bürgerhaus Asbach ihre erarbeiteten Ergebnisse aus. Alle Eltern und Geschwister konnten die Arbeiten der Kinder bewundern und selbst die Bürgermeister Reith und Schmied nahmen daran teil.

Siegfrieds und Marie-Luises Fazit: "Es waren vier wirklich anstrengende Tage, aber es war auch schön, mit so vielen Kindern zu arbeiten. Wir hatten unsere Freude daran!"

Bienenzuchtverein Asbach mit neuer Mannschaft

Siegfried Lück inmitten seiner Imkerinnen und Imker.

Am ersten Dienstag im März trafen sich die Mitglieder des Bienenzuchtvereins Asbach und Umgegend zu ihrem üblichen Imkertreff in der Gaststätte „Jägerhof“ in Schöneberg. Nur handelte es sich diesmal um ein besonderes Zusammenkommen, denn die jährliche Jahreshauptversammlung stand an.

Diese formalen Themen wurden aber schnell und einstimmig geregelt: Siegfried Lück aus Asbach bleibt weiterhin der Vorsitzende des Vereins und Josef Weißenfels aus Hinterplag betreut auch künftig die Vereinskasse. Die freie Position des stellvertretenden Vorsitzenden wurde an den Neuimker Uwe Hüngsberg aus Windhagen vergeben. Nachdem Karla Irmscher ihre Aufgabe als Schriftführerin zur Verfügung gestellt hatte, wurden Kai-Uwe Schilling aus Windhagen und vertretungsweise Hans Lux aus Buchholz (ebenfalls Neuimker) als Schriftführer gewählt. Da der kleine Verein mit seinen 24 Mitgliedern auf Beisitzer verzichtete, war damit der Vorstand für die Arbeit der nächsten 5 Jahre komplett. Willi Hallerbach aus Stockhausen und Hans Lux wurden als Kassenprüfer bestimmt und damit war der offizielle Teil bereits abgearbeitet.

Siegfried Lück zeigte sich sehr erfreut über seinen neuen Vorstand: „Wir haben jetzt eine prima Mischung aus erfahrenen Altimkern und hoch interessierten Neuimkern im Vorstand und ich bin sicher, dass unser Verein, der in den letzten beiden Jahren wieder deutlich an Mitgliedern gewachsen ist, beste Zukunftsaussichten hat. Der Faszination, die von der Bienenhaltung ausgeht, können sich diejenigen, die sich ernsthaft als Interessenten bei uns eingefunden haben, kaum entgehen. Das ist auch sehr gut so, denn die Erhaltung der Bienen - ganz gleich, ob es Wildbienen oder unsere Honigbienen sind - für die Umwelt, für den Fruchtansatz von Obst und für die Flora insgesamt und damit auch für die menschliche Ernährung, kann in ihrer Bedeutung nicht hoch genug geschätzt werden.“

Und dass man bei diesem Hobby die Kosten für einige Neuanschaffungen mit der Zeit durch den Honigverkauf ausgleichen kann, motiviert die Neuimker zusätzlich. „Ich habe in den letzten beiden Jahren z.B. 5 neue Bienenkästen - Beuten genannt - gekauft und das geht zusammen mit weiterer Ausrüstung ganz gut ins Geld, aber jeder Honigkauf in der Bekanntschaft hat nicht nur mich, sondern auch die Käufer gefreut“, berichtete Uwe Hüngsberg. „Allerdings sind wir Neuimker bei all den tödlichen Problemen, die die Varroa-Milbe den Bienen bereitet, auf die Erfahrung unserer Altimker und auf praxisnahe Seminare, die von Wissenschaftlern durchgeführt werden, angewiesen. Die Honigbienen können ohne menschliche Hilfe hier nicht mehr überleben.“

Ganz selbstverständlich ist den Imkern nicht nur wegen des Honigs an einer möglichst großen Blütenvielfalt gelegen: „Eine blühende Landschaft ist nicht nur für die Insekten überlebenswichtig, sondern sie erfreut das Herz jeden Menschen und ist im Sinne des Naturschutzes wichtig für uns alle. Deshalb werben wir dafür, dass aus kurz gemähten Wiesen- und Rasenflächen wieder bunte Blumenwiesen werden“, appellierten die beiden Vorsitzenden an alle Gartenbesitzer, Landwirte und an die Verwaltungen von kommunalen Flächen. Lück weiter: „Gerade im Frühling sollten Haselnüsse und Weidenkätzchen nicht geschnitten werden, denn sie dienen als erste Nahrung der Bienen.“

Der Lehrbienenstand an der Obstbaumwiese hinter dem Vorteil-Center kann nach Absprache mit Siegfried Lück (02683/42363) ab April zu Schulungszwecken besichtigt werden. Im Jahr 2009 waren neben den Erwachsenen auch eine Grundschulklasse und zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 54 Kindern zu Gast. Siegfried Lück erklärte ihnen mit viel Elan am "lebenden Objekt" all die Feinheiten der Bienenhaltung und Honiggewinnung.