Bienenzuchtverein Asbach
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Kleine Chronik des Bienenzuchtvereins Asbach und Umgegend

Die Honigbiene Apis mellifera

Am 3. Juni 1883 gründeten die Lehrer Heinrich Huth aus Wilsberg und der Schneidermeister Wilhelm Wilsberg aus Oberplag den »Bienenzuchtverein Asbach und Umgegend«. In den 125 Jahren seines Bestehens führten neun Vorsitzende den Verein. Unter ihnen legte der Veterinär Wolfgang Rohner mit 32 Jahren (1975–2007) die längste Amtszeit zurück.

Am 3. Juni 1933 feierte der Bienenzuchtverein sein fünfzigstes Bestehen. Hierzu wurde die Kreishauptversammlung Rheinischer Bienenzüchter nach Asbach in den Saal Gödtner beordert. Anläßlich dieses Jahrestags ehrte der Landesverband Rheinland den Mitbegründer Wilhelm Wilsberg. Den siebzigsten Jahrestag feierte man 1953 am 21. Juni im Gasthaus Hubert Klein in Asbach. Zum 95. Jubiläum, am 3. Juni 1978, wurden zwei Holzreliefs des Schnitzers Peter Krebsbach, die die Vereinsgründer Heinrich Huth und Wilhelm Wilsberg darstellen, enthüllt. Das hundertjährige Bestehen des Vereins feierte man 1983 am 22. Oktober.

1980 zählte der Verein 20 Mitglieder, von denen heute noch 3 aktiv sind. In den Jahren 2005/2006 verlor der Verein 5 Mitglieder durch Tod. Durch beständige und aktive Vereinsarbeit konnte der Mitgliederverlust in den folgenden Jahren wieder auf 20 ausgeglichen werden.

Aus dem Protokollbuch

6. Januar 1937

Die Ortsgruppe hat 27 Mitglieder mit zusammen 258 Völkern.

Anfang 1936

Die bezogene Zuckermenge von 387 Pfund kostet verbilligt 216,72 RM.

Ende 1936

27 Mitglieder, 304 Völker, Kassenstand: 18,47 RM
Bestellung des Zuckers Mitte April bei der Firma Anton Limbach
Mitgliederbeitrag: 4 RM + 5 Pfg. je Volk für Faulbrutversicherung

Die Versammlungen finden abwechselnd beim Vorsitzenden Haag in Asbach und beim Mitglied Fischer in Buchholz statt. Die Buchholzer Mitglieder müssen von Asbach zurück nach Buchholz jeweils den Zug um 17.28 Uhr bekommen.

14. März 1937

Die Parole für 1937 lautet wörtlich: »Jeder Imker ein Volk mehr!«
So lautet der letzte Eintrag vor dem Beginn des 2. Weltkriegs

1945

Von den Militärregierungen werden alle Vereine aufgelöst. Erst 1949 sind wieder Vereinsgründungen unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen.

20. Februar 1949

Auf Anregung des Kreisobmanns der Imker, Theo Huber, Lehrer i.R. aus Neustadt, versammeln sich bei Gödtner in Asbach interessierte Imker um über eine Neugründung des Bienenzuchtvereins Asbach und Umgegend zu beschließen. Die Gründung des Vereins wird danach von der Militärregierung genehmigt.

8. Mai 1949

Asbacher Bienensterben: 20 Völker gehen nach Spritzen von Rapsfeldern mit E605 ein. Sorge um Völkerrückgang in der Französischen Besatzungszone, weil kein Einwinterungszucker ausgegeben wird. Auf Antrag werden dann 15 Pfund Zucker pro Volk zugesagt, woraufhin die Mitgliederzahl sofort von 21 auf 30 anwächst.

1. Juni 2008

125-jähriges Jubiläum

9. August 2008

Einweihung des Lehrbienenstandes in Asbach auf dem Gelände des Vorteil-Centers.

 

Vortrag "Bienenweide" am 1. Februar 2011

Gerti Reicheneder-Müller, die Vorsitzende des Imkervereins Siebengebirge, traf am Abend des 1. Februar beim öffentlichen Imkertreff des Bienenzuchtvereins Asbach auf ein volles Haus!

 

Über 30 Zuhörer - und vor allem Zuschauer - waren gekommen, um ihrer Präsentation über die gängigsten Bienenweidepflanzen und die besten Bienentracht-Bäume und -Sträucher zu folgen. Sie präsentierte eine Auswahl, die sie anhand ihrer eigenen Erfahrung und ihrer Kenntnis von Feld, Flur und Garten zusammengestellt hatte. Es waren selbstverständlich alle "Klassiker" darunter, aber auch ganz persönliche Tipps, wie beispielsweise Lonicera purpusii, das Winter-Duft-Geißblatt.

Zu jeder Pflanze waren alle Daten über Nektar- und Pollenwert nach der Skala von 0 bis 4 ebenso zu erfahren, wie die Blühmonate oder sogar die Uhrzeit, während der einige Blumen "honigen", also Nektar erzeugen.

Einige Zuschauer schrieben sich Einkaufszettel mit, was die umliegenden Gärtnereien sicher freuen wird. Und erst die Bienen...!

Unser Appell an alle, die einen Garten, Felder, Wälder oder öffentliches Grün bearbeiten: bitte denken Sie daran, dass unsere Umwelt - und damit auch der Mensch - gut ernährte und gesunde Honig- und Wildbienen braucht. Bitte säen Sie dort, wo es einen Streifen Brachland, einen Ackerrandstreifen oder eine Waldlichtung oder einen unnötigen "Golfrasen" gibt, Samenmischungen wie z.B. die der Samenhandlung "Rieger und Hofmann": die Mischung "Blühende Landschaft". Jede Samenhandlung oder Gärtnerei führt heute Wildblumensaaten, die unsere benachbarte Natur deutlich aufwertet und das Herz des Betrachters und die Tierwelt erfreuen. Die Kosten halten sich absolut in engen Grenzen.

Näheres über www.bluehende-landschaft-koenigswinter.de

 

 

 

Erfolgreiche Teilnahme am Einsteigerseminar 2010

Wer in einer Gaststätte namens „Jägerhof“ feiert, darf sich nicht wundern, wenn plötzlich einigen Herren Hörner aufgesetzt werden.

Asbach-Schöneberg 10 so genannte „Jungimker“ im Alter von 15 bis Ende 60 hatten das Einführungsseminar des Imkervereins Asbach unter der Leitung von Siegfried Lück und Uwe Hüngsberg durchgehalten und konnten Anfang Dezember mit einer Teilnahmebestätigung in ihr neues Leben mit Bienen entlassen werden. Viele Mitglieder des Bienenzuchtvereins Asbach und Umgegend nahmen Anteil an der kleinen Feierlichkeit, die zudem in einen vorweihnachtlichen Rahmen gebettet war.

Am 27. März 2010 hatte alles mit einem theoretischen Schnuppertag im Bürgerhaus Neustadt begonnen und über das Jahr verteilt folgten 5 Seminartage, an denen vormittags die theoretische Basis mittels powerpoint-Vorträgen gelegt wurde, um dann nachmittags am Bienenstand des Vereins hinter dem Vorteil-Center in praktische Arbeiten umgesetzt zu werden. Offensichtlich war das Konzept gut, denn immerhin schaffte es die Hälfte der ursprünglichen Interessenten zu so umfangreichen Kenntnissen zu gelangen, dass sie vom Vereinsvorsitzenden Siegfried Lück mit einem eigenen Bienenvolk-Ableger beschenkt wurden. Nun können sich die Jungimker in Ruhe an ihre neuen „Haustiere“ gewöhnen, bevor im Frühjahr die ersten Arbeiten anstehen, um alles für die neue Honigsaison vorzubereiten.

„Wir entlassen hier aber niemanden in die imkerliche Isolation, denn der weitere Kontakt zu den alterfahrenen und beschulten „Altimkern“ im Verein wird nicht verloren gehen! Fast alle Neuimker sind unserem oder einem Nachbarimkerverein beigetreten. Heutzutage sollte man nicht mehr ohne Unterstützung der Wissenschaft einfach so Bienen halten, denn es gibt in diesem Bereich viele Entwicklungen zum Guten und Schlechten, über die man stets informiert sein sollte,“ sagte der Vereins-Chef am Rande der kleinen Feierstunde. Co-Referent Uwe Hüngsberg pflichtete ihm bei: „Selbst wenn wir mehr blühende Landschaften mit bunten Wiesen statt kurz geschnittener Rasenflächen schaffen – was wirklich geboten ist, so erfordert die Bienenhaltung neben dem nötigen Wissen auch ein wenig Fingerspitzengefühl für diese wichtigen und nützlichen Insekten. Sie danken es mit wohlschmeckendem Honig aus unserer  Region. Wir helfen jedem beim Einstieg in dieses  wunderbare Hobby!“

Im Jahr 2011 wird es in Asbach keine neue Seminarreihe geben, aber stattdessen hat sich der Imkerverein Siebengebirge unter der Leitung von Gerti Reicheneder-Müller zu einer gleichartigen Schulung in Thomasberg entschlossen. Voraussichtlich wird der Schnuppertag am 19. Februar im Hotel „Otto“ stattfinden. Infos unter gerti.reimue@t-online.de.

Die Neuimker-Seminarreihe nähert sich einem erfolgreichen Abschluß!

Wir helfen beim Einstieg und betreuen Sie auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Imker!

Beim Schnuppertag am 27. März 2010 in Neustadt/Wied waren insgesamt etwa 30 Personen anwesend, von denen dann am ersten Praxistag, dem 17. April, der sich um die Themen Frühjahrsnachschau und Erweiterung drehte, ca. 20 Interessierte den Weg nach Asbach fanden.

Am 07.12.2010 erhalten die Teilnehmer, die kontinuierlich das ganze Jahr über dabei waren, eine Anerkennungsurkunde im Rahmen des monatlichen Imkertreffs des Bienenzuchtvereins Asbach überreicht. Fast alle haben inzwischen schon mindestens ein Jungvolk und sie schauen mit Spannung auf das Frühjahr!

Der letzte Seminartag findet wie immer samstags von 09.00 Uhr bis gegen Mittag statt. Dr. Mertens vom Vorteil-Center Asbach (Anton-Limbach-Str. 1) hat uns den Schulungsraum im Baumarkt zur Verfügung gestellt. Nach der Theorie gehen wir gemeinsam zum Lehrbienenstand und setzen das Gehörte in die Praxis um.