Bienenzuchtverein Asbach
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Nun ist es soweit: die Völker können ab sofort geöffnet und mit geträufelter Oxalsäure behandelt werden: 30 ml bei schwachen, 40 ml bei normalen, 50 ml bei starken Völkern. 

Sie sind durchgehend ohne verdeckelte Brut. Es war und ist in unserer Region kalt genug! Ganz anders als im Vorjahr, als die Königinnen immer weiter ihrer Pflicht nachgingen!

Gut für die Bienen und die Imker, denn jetzt kann man der Varroa-Milbe den Garaus machen, ohne zu viele überlebende Milben befürchten zu müssen.

Irgendwie ist kein Jahr wie das andere!

Eine Angst steckt allerdings uns allen in den Knochen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man erfahrender Altimker, Meister der Zunft bei einem Institut oder als Freiberufler oder Wissenschaftler mit einem Hang zur eigenen Bienenhaltung ist: man öffnet nach Monaten mal wieder den Deckel und möchte die bei Kälte dicht sitzenden Bienen beträufeln, aber vielleicht sieht man sie nicht!

Gut, bei einem Zweizarger besteht immer die Möglichkeit, dass sie sich weiter unten angesiedelt haben. Trotzdem steigt sofort dert Puls, wenn man unter der Folie nicht sofort Bienen erkennen kann. Ich weiß leider sehr wohl, wovon ich hier schreibe...

Diesmal habe ich 4 Völker eingebüßt: ca. 14 % meines Bestands! "Normal" würden die Bieneninstitute sagen, aber im letzten Winter hatte ich sagenhafte 0,0 % Verlust!

Ob ich wohl im nächsten Winter meine Sparsamkeit bereue und doch für alle Völker MAQS® kaufe?! Meine Erfahrungen damit sind durchweg positiv - bis auf den Preis!

Groß ist die Freude, wenn man dann eine prächtge Wintertraube entdeckt, sobald man die obere Zarge angekippt hat! Aber wieviele Tränen fließen, wenn ein Altimker 100 % seiner Völker als Opfer der Milbe darbringen muss? Oder auch bei meinem 13-jährigen kleinen Bienenfreund, der so unglaublich viel theoretisches Wissen und die totale Begeisterung in sich hatte, der aber dann bei der Varroa-Bekämpfung versagt hat? Er wird im Frühjahr von mir einen ehemaligen Ableger geschenkt bekommen.

Im nächsten Winter - bzw. im Hochsommer und Herbst 2017 - muss er es besser machen! Haben wir nicht alle zu Beginn und auch zwischendurch Federn gelassen?

Wie auch immer: Kopf hoch und weiter!

Mit dieser Devise leben Menschen und Bienen seit Jahrmillionen!

 mit den besten Wünschen für eine schöne und ruhige Weihnachtszeit und 

 einen guten Rutsch in ein neues Kalenderbienenjahr!

 Uwe Hüngsberg

 

 

Wenn Imker eines von Herzen hassen: die Varroa-Milbe!!!