Bienenzuchtverein Asbach
Verein

Sommertracht? Beinahe Fehlanzeige!

wer ein rechter Zeidler werden will...
Zucchini-Läppertracht

Ende Juli und in den ersten Augusttagen ernte ich gewohnheitsmäßig den Sommerhonig ab. Da hatte ich diesmal wirklich nicht viel Arbeit! Und was predige ich in Honigkursen? "Bloß nicht bei Regen ernten!" Na toll - es ging nicht anders!

Dieser (miese) Sommer geht in die Imkergeschichte ein!

Ich dachte an die Profis. Sollen die bei Regen Däumchen drehen? Das kann sich kein selbstständiger Imker erlauben. Da wartet man auf trockenes Wetter und die Varroen frohlocken! Nein! Na ja, dachte ich mir, der Honig ist eh zu nass, da kommt es auf den Nieselregen auch nicht mehr an. Das Refraktometer hat mich dann leider bestätigt - trotz eines Bautrockners, der während der Entdeckelung und Schleuderung neben mir steht. Nur gut, dass die Mehrheit meiner Kunden auf meine individuellen Etiketten auf dem Neutralglas bestehen. Zum Beispiel "Honig aus Datzeroth" im Wiedtal oder "Honig aus der Bunten Stadt am Rhein" von meinem Hausstandort in Linz. 

Ich finde es völlig legitim, wenn dieser Honig zur Not eben doch mehr als 18 % Wassergehalt aufweist. So kann ich den Honig im D.I.B.-Glas mit gutem Gewissen mit einem Wassergehalt von unter 18 % abfüllen. Das wird dieses Jahr bei der Sommertracht durchaus mengenmäßig dürftig ausfallen.

Wie war das? Der Markt bestimmt den Preis? Wenn es in der gesamten Umgebung kaum Sommertrachthonig gibt, werde ich ihn auf 6,- Euro pro Glas anheben. Der Frühjahrshonig bleibt bei 5 ,- Euro, denn davon habe ich ausreichend.

Apropos "nasser Honig": Guido Eich zeigt uns am 10. September in Asbach, wie man daraus Met gewinnen kann - der nächste kalte Winter kommt bestimmt! Wer noch mitmachen möchte, melde sich bitte bei mir an.

Nun wünsche ich allen Lesern wenigstens einen schönen Restsommer! Vor allem am 14. August bei unserem Imkersommerfest mit allen Imkerinnen und Imkern des BZV Asbach und der umliegenden Vereine im Kreis Neuwied! Ab dem frühen Nachmittag geht es am Alten Bahnhof (natürlich in der Bahnhofstraße) zur Sache. Wir werden uns auch die alte Basalt-Eisenbahn ansehen können, denn gleich nebenan präsentieren die Eisenbahnfreunde ihre Schätzchen. Und wer bei uns nicht satt wird (hat es noch nie gegeben!), geht auf die nahe Asbacher Kirmes und verschlingt ein Fischbrötchen...

 

Uwe Hüngsberg