Bienenzuchtverein Asbach
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Informationen zur Sommerbehandlung

Eine frühzeitige und gewissenhafte Bekämpfung der Varroatose schützt die Bienen vor Schäden, fördert ihre Vitalität, sichert eine gute und starke Überwinterung und damit bessere Erträge im Folgejahr. Dabei spielt auch ein frühzeitiger Einfütterungsbeginn eine wesentliche Rolle. Aus den Auswertungen mehrerer tausend Imkermeldungen1 der letzten Jahre bestätigen sich erneut folgende Empfehlungen:

  • Beginn der Varroabehandlung inerhalb weniger Tage nach dem Abschleudern. Je früher der Behandlungsbeginn, desto geringer sind die Verluste im Winter.
  • Empfohlene Anzahl der Behandlungen einhalten.
  • Empfohlene Menge einhalten.
  • Nur zugelassene Mittel verwenden.
  • Umgebungstemperatur beachten.

Für die Sommerbehandlung brütender Völker sind in Rheinland-Pfalz möglich:

Ameisensäure 60% ad us. vet.

  Anzahl der Behandlungen Abstand zwischen zwei Behandlungen Aufwandmenge je Behandlung
Schwammtuch von oben 3–4 5–7 Tage 2 ml je Wabe
Schwammtuch von unten 3–4 5–7 Tage 3 ml je Wabe
Applikator 2 (Dauerbehandlungen 10–14 Tage) 7–14 Tage 100–200 ml

Ameisensäure 85% ad us. vet.

  Anzahl der Behandlungen Abstand zwischen zwei Behandlungen Aufwandmenge je Behandlung
Schwammtuch von oben 3–4 5–7 Tage 2 ml je Wabe
Schwammtuch von unten 3–4 5–7 Tage 3 ml je Wabe
Applikator 2 7–14 Tage 100–200 ml

Bei Anwendung eines Applikators sind selbstverständlich auch die zugehörigen Benutzer- und Sicherheitshinweise zu beachten.

Die Anwendung 85%iger Ameisensäure ist in Rheinland-Pfalz wegen der Feststellung des Therapienotstandes möglich.

Thymovar/Apiguard

  Anzahl der Behandlungen Abstand zwischen zwei Behandlungen Aufwandmenge je Behandlung
Plättchen bzw. Schalen 2 (Dauerbehandlungen bis zu je 3–4 Wochen) 0 Tage 1–2 Plättchen bzw. Schalen

Bayvarol

  Anzahl der Behandlungen Abstand zwischen zwei Behandlungen Aufwandmenge je Behandlung
Streifen 1 (Dauerbehandlung über 5 Wochen) 2–4 Streifen

Bayvarol sollte nur dann angewendet werden, wenn Resistenzen ausgeschlossen werden können.

Behandlungsempfehlungen in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf

Ameisensäure- und Thymolanwendungen basieren auf der Verdunstung der jeweiligen Wirkstoffe, die wesentlich von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Bei zu niedriger Temperatur ist die Wirkung eingeschränkt, ist die Temperatur zu hoch, kann es zu Schäden am Bienenvolk kommen.

Um die Wirkungbereits durchgeführter Behandlungen besser beurteilen und vorgesehen Anwendungen besser planen zu können, bieten die Bieneninstitute Mayen und Veitshöchheim in Zusammenarbeit mit der Agrarmeteorologie Rheinland-Pfalz regionale Behandlungsempfehlungen für ca. 220 Meßstationen in Rheinland-Pfalz und Bayern an.

Zugang für Rheinland-Pfalz: www.bienenkunde.rlp.de

Zugang für Bayern: www.lwg.bayern.de/bienen